ALEXANDER LINZ - Fotografie & Klang

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Kunstwerke Fotografieren

7 Tipps, wie Sie Ihr Kunstwerk richtig fotografieren:

1 ) Zielgruppe, Zweck

Beginnend überlegen Sie sich, für wen und was das Kunstwerk abgelichtet wird.

Richtet sich das Foto an einen bestimmten Kunden, so sind die Vorlieben und Ausrichtung der Person oder Organisation entsprechend zu bedenken.

Wenn das Foto für dokumentarische Zwecke oder z.B. für einen Katalog erstellt werden soll, ist eine möglichst neutrale Darstellung in verschiedenen Ansichten mit neutralem Hintergrund gefragt. Unruhige und farbige Hintergründe würde ich in diesem Falle vermeiden, es sei denn, der Kontext erlaubt oder erwünscht es und die Aussage des Kunstwerkes wird unterstrichen bzw. ergänzt.

Möchten Sie sich mit dem Foto bei einer Galerie, einer Ausstellung oder einem Wettbewerb bewerben, beachten Sie die geforderten Standards.

Für die weitere Vermarktung Ihrer Werke ist es sinnvoll, bestimmte Details der Objekte zu fotografieren, um z.B. Postkarten oder Poster zu erstellen. Oft entdecken Künstler dabei ganz neue Aspekte ihrer eigenen Werke. Beim Fotografieren von Details sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt – siehe „Ausschnitt und Perspektive“, „Ausleuchtung“ -  Wenn auf den Bildern nur bestimmte Details zu sehen sind, macht das den Betrachter neugierig und das Bild wird nicht so schnell langweilig.

2 ) Ausleuchtung, Licht

Das wichtigste Element bei der Fotografie ist das Licht. Und da Ihr Kunstwerk in bestem Licht erstrahlen soll, gilt es, sich vorher einige Gedanken zu machen, wie man die Beleuchtung am besten gestaltet. Bei Gemälden, Zeichnungen und allen flachen Oberflächen ist eine gleichmäßige Beleuchtung über die ganze Fläche wichtig. Es gibt verschiedene Arten an Lichtquellen und deren Anordnung für gute Ergebnisse. Je nach dem, was man zur Verfügung hat, richtet man sich eine geeignete Foto-Situation bzw. ein kleines Foto-Studio ein.

Ich bevorzuge die folgenden Lichtquellen: Aufsteckblitz (indirekt über die Decke), Studioblitz mit Softbox (direkt oder indirekt), Bewölkter Himmel, Kunstlicht (Halogen, Leuchtstoff, ect.)

Was soll beleuchtet werden? Skulptur, Malerei (Aquarell, Öl, Pastell, Kohlezeichnung…?)

Bei Skulpturen kann mit seitlichem Lichteinfall eine bestimmte Dramaturgie im Bild erzeugt werden. Das kann man sehr gut nutzen, um das Foto lebendiger zu gestalten. Frontales Blitzlicht, also aus der Richtung der Fotokamera ist unnatürlich und liefert nur langweilige Ergebnisse. Das passiert z.B. immer, wenn mit dem internen Blitz einer Kamera geblitzt wird. Ein externer Aufsteckblitz ist auf jeden Fall die bessere Wahl.

Eine Schwierigkeit ergibt sich oft bei Öl-Gemälden, da es durch spiegelnde Oberflächen zu unerwünschten Reflexionen kommen kann. Dem ist durch indirekte bzw. seitliche  Beleuchtung Abhilfe zu schaffen.

3 ) Weißabgleich

Egal welche Beleuchtung Sie nutzen, an einem manuellen Weißabgleich kommen Sie wohl nicht vorbei. Freilich bieten fast alle Kameras eine Weißabgleich-Automatik. Aber um eine möglichst naturgetreue und originale Farbwiedergabe zu erzielen, sollte die „Temperatur“ des Lichtes manuell eingemessen und die Kamera entsprechend eingestellt werden. Für den manuellen Weißabgleich wird ein weißes Blatt Papier an die ausgeleuchtete Stelle gehängt / gestellt und die Fotokamera darauf gerichtet. Entsprechend Ihrer Kamera führen Sie dann den Weißabgleich manuell durch. Bitte lesen Sie dafür den Teil zum „manueller Weißabgleich“ der Bedienungsanleitung ihrer Kamera.

4 ) Ausrichtung und Perspektive

Besonders wichtig für das richtige Ablichten von Gemälden / Bildern ist die genaue Ausrichtung des Objektivs auf die Bild-Mitte. D.h. die Mitte des Objektivs muss möglichst exakt auf der Höhe der Bild-Mitte eingestellt sein und übereinstimmen. Dazu messen Sie die Höhe der Bild-Mitte mit einem Metermaß ab, setzen die Kamera auf ein Stativ und stellen nun die Objektiv-Mitte auf die gleiche Höhe. Diese Ausrichtung ist wichtig um eine perspektivische Verzerrung beim Ablichten zu vermeiden. Es gibt Software, die eine solche Verzerrung erkennen und korrigieren kann. Es ist dennoch besser von Anfang an das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, um sich späteren Ärger und Zeit zu sparen.

Das Ablichten von Skulpturen stellt eine größere Herausforderung dar, da der richtige Blickwinkel gefunden werden will. Je nach Perspektive erscheinen andere Aspekte einer Figur. Auch mehrere Skulpturen können miteinander im Bild in Beziehung gebracht werden, gar Geschichten erzählen…

5 ) Ausschnitt

Soll ein spezieller Aspekt. Ein bestimmtes Detail hervorgehoben werden?

Bei gemalten oder gezeichneten Bildern bietet es sich oft an, einen speziellen Ausschnitt  zu wählen, um z.B. eine Postkarte, ein Poster oder eine andere Form der Vervielfältigung anzufertigen. Hierbei kann das Foto vom Kunstwerk selbst zu einem Kunstwerk werden, indem man z.B. mit der Perspektive, der Tiefenunschärfe oder dem Lichteinfall experimentiert. Oft entdeckt man dadurch ganz neue Ebenen. Viele Künstler erfahren beim Ablichten von Ausschnitten ganz neue Sichtweisen auf die selbst erschaffenen Werke. 

6 ) Objektiv-Verzerrung korrigieren

Je nach dem welches Objektiv man verwendet, werden aus geraden Linien (z.B. Bilderrahmen) mehr oder weniger gekrümmte Linien. Das liegt an der eingesetzten Optik und ist für die natürliche Darstellung von Bildern unerwünscht. Mit einem entsprechenden Bildbearbeitungsprogramm wie z.B. Photoshop od. Gimp lassen sich derartige Verzerrungen einigermaßen beheben. Eine Alternative ist das An- bzw. Aus-schneiden der Bilder. Somit fallen die Randbereiche aber zum Teil weg.

Eine weitere Abhilfe zur Vermeidung von Verzerrungen durch das Objektiv bietet das Einscannen der Bilder.

7 ) Datenformat

Die Fotos sollen in bestmöglicher Auflösung erstellt werden, um in der Weiterverarbeitung gute Ergebnisse zu erzielen. Werden die Fotos später an eine Druckerei für einen Druck weitergeleitet, so ist eine Absprache mit dem Fachpersonal unbedingt zu empfehlen.

 

Bei Fragen zum Ablichten von Kunstwerken können Sie sich gerne an mich direkt wenden.

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